Ziehen Sie Bilanz
Sie müssten mittlerweile von Ihren Banken die Jahresschlussauszüge vorliegen haben. Kennen Sie daneben auch die Jahresendwerte Ihrer sonstigen nicht bei einer Bank verwahrten Anlagen, wie beispielsweise Beteiligungen, Lebensversicherungen, Gold oder Immobilien können Sie Bilanz ziehen.

Eine Bilanz könnte so aussehen:

Beispielbilanz

Auf der linken Seite einer Privatbilanz tragen Sie Ihre Aktiva, also Ihre Vermögenswerte ein. Die rechte Seite (Passiva) zeigt Ihre Vermögensherkunft. Aus der Differenz von Aktiva und Verbindlichkeiten erkennen Sie Nettovermögen (Eigenkapital).

Hier können Sie Muster zum Erstellen Ihrer eigenen Bilanz herunterladen:

Vergleichen Sie Ihre aktuelle Bilanz mit der Bilanz vom Vorjahr. Wie haben sich Ihre Vermögenswerte und Verbindlichkeiten im letzten Jahr entwickelt? Wie sieht es mit Ihren liquiden Anlagen aus? Eine Notfallreserve in Höhe von drei Monatsgehältern muss sein! Liegt aber zuviel Geld auf schlecht verzinsten Konten, denken Sie auch an eine Umschichtung in lukrativere Anlagen.

Ihre derzeitige Vermögenverteilung
Wenn Sie die einzelnen Anlageklassen, z.B. Ihre Aktieninvestments, ins Verhältnis zur Summe Ihrer Aktiva setzen, können Sie anhand der Prozentwerte leicht erkennen, wie Ihre Vermögensverteilung, die sogenannte Asset-Allocation aussieht. Hier im Beispiel machen die Aktieninvestments rund 10% aus ((21.000 Euro / 204.000) x 100).

Wenn Sie mit Excel oder OpenOffice Calc arbeiten, können Sie sich mit der Diagramm-Funktion ein anschauliches Kuchendiagramm Ihrer Asset-Allocation darstellen lassen. Die könnte dann so aussehen:

Beispiel Vermögensverteilung

Passen Ihre Anlagen (noch) zu Ihnen?
Ihre Anlagen müssen zu Ihnen und Ihrer Lebenssituation passen. Wichtige Kriterien dabei sind:

  • Ihre Ziele: Wie viel Geld wollen Sie langfristig anlegen und über welche Summen möchten Sie schon in den kommenden Jahren verfügen?
  • Ihre Einstellung: Entscheiden Sie, wie viel Zeit und Energie Sie in Ihre Anlagen stecken möchten und suchen Sie entsprechende Anlageprodukte aus.
  • Ihre Risikomentalität: Wie riskant dürfen Ihre Anlagen sein? Beachten Sie dabei aber auch, dass Sie bei der Beurteilung von Risiko nicht nur auf mögliche Wertschwankungen, sondern auch auf Geldwertstabilität schauen müssen.

Viel Erfolg beim Bilanzieren wünschen Ihnen

Ihre Stefanie und Markus Kühn